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Trockenbau: Runde Formen

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Trockenbau: Runde Formen
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Die neue Ausbildungs-Serie zum Thema Trockenbau zeigt Lösungen, wie sich Wohnräume attraktiver gestalten lassen.

Statische Raumgrenzen aufheben, sphärische Raumdynamik erzeugen oder akzentuierende Raumelemente setzen: aktuelle Architektur- und Innenarchitek- turkonzepte nutzen runde, geschwungene oder gewölbte Flächen und Formen, um individuelle, emotionale Raumatmosphären zu schaffen. Die Wirkung von fließenden Wänden oder organisch gerundeten Wandabschnitten wird zerstört, wenn der optische Eindruck entsteht, sie wären geometrisch nicht exakt realisiert.

Biegevorgänge

Um Gipskartonplatten in eine runde Form zu bringen, können sie nass oder trocken über Schablonen gebogen werden. Dabei hängt der erreichbare Radius von den Plattendicken ab (siehe nebenstehende Tabelle).
Für den Vorgang des Nassbiegens wird die abgelängte Platte mit der zu stauchenden Seite nach oben und seitlichem Überstand auf einen Rost aus Profilen oder ähnlichem gelegt (so kann überschüssiges Wasser abtropfen). Mit der Nadelwalze wird längs und quer perforiert. Anschließend wird mit einer Lammfellrolle oder einem Sprüher die Platte genässt und einige Minuten gewartet. Dieser Vorgang muss so oft wiederholt werden, bis überschüssiges Wasser abläuft. Jetzt kann der Handwerker die Platte auf eine vorgefertigte Schablone legen, biegen, mit Klebeband fixieren und trocknen lassen.
Beim Trockenbiegen wird die Platte über die Unterkonstruktion gebogen und mit Schnellbauschrauben befestigt. Die erreichbaren Radien sind dabei wesentlich geringer.
Eine innovative Profilentwicklung von Knauf ermöglicht nun für Wandkonstruktionen absolute Präzision. Knauf Sinus ist ein Profil, das beides in sich vereint: Optimale Flexibilität für genaue Biegungsverläufe sowie sichere Stabilität für gerade Linien.

Unterkonstruktion

Knauf Sinus ist ein in sich steifes Profil, das wie herkömmliche Standardprofile transportiert und gelagert werden kann. Die gewünschte Krümmung kann an jeder Stelle des Profils geformt werden. Mit bloßem Fingerdruck werden dazu am Profilboden eingestanzte Laschen nach oben gebogen und das Profil an dieser Stelle flexibel gemacht. Anschließend kann Knauf Sinus per Hand konvex oder konkav gebogen werden. Wo keine Laschen umgebogen werden, bleibt das Profil steif. Um die gewünschte Biegung zu fixieren, wird das an beiden Profilschenkeln umlaufende Stahlband an wenigen Stellen mit diesen verkrimpert. Anschließend erfolgt die Montage am Rohboden.
Rund heißt gleichzeitig auch präzises Spachteln. Bewährt haben sich hierbei pastöse Spachtelmassen. Für eine perfekte Oberfläche ist häufig, wie im Bild gezeigt, ein vollflächiges Spachteln gefordert.


Beispiel: Badelandschaft

Die runde, freistehende Duschkabine ist ein gestaltendes Element und wirkt wie ein Duschtempel. Der geschwungene Wandanschluss verbirgt auf seiner Rückseite geschickt das WC.
Der Innenradius dieser formschönen Duschkabine lässt sich je nach vorhandener Raumgröße weitgehend selbst bestimmen. Um die passende Form zu erhalten, werden aus OSB-Platten zunächst einmal die Radien in passender Größe ausgesägt. Daran befestigt wird das biegsame Metallprofil, in das CW-Ständer-Profile eingestellt werden. Gewählt wurde hier die 100- Millimeter-Variante, wo sich bequem die Wasserleitungen führen lassen. Anschließend wird das CW-Ständerwerk beidseitig jeweils zweilagig mit 6,5 Millimeter dicken Formplatten beplankt. Fugen und Unebenheiten werden danach vollflächig verspachtelt.
Wer Farbakzente bevorzugt, kann den Außenwänden ein farbenfrohes Finish verleihen. Im Nassbereich des Duschtempels kommen Fliesen zum Zuge. Hier eignen sich zur perfekten Gestaltung der Innenwände (wichtig: den Untergrund zuvor gegen Durchfeuchtung isolieren), beispielsweise kleine Mosaikfliesen aus Keramik oder Glas.

Christoph Volkmann
Quelle: Knauf, Malerblatt 02/2009


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