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Fachgerechte Sockelausbildung - Sockelausbildung

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Sockelausbildung und Putzbeschichtung

Vor Beginn der Arbeiten müssen Sockelverlauf bzw. Sockelkante klar definiert werden, wobei eine klare Trennung zwischen Fassaden- und Sockelbereich sinnvoll ist und in vielerlei Hinsicht Vorteile bietet. So kann zum Beispiel ein verschmutzter oder beschädigter Sockel nach einigen Jahren ohne optische Beeinträchtigung zur übrigen Fassadenfläche renoviert und überarbeitet werden.
Die Putzbeschichtung wird aus Armierungsschicht und Oberputz erstellt, wobei verschiedene Systemaufbauten möglich sind. Zur Erhöhung der Stoßbelastung kommen hauptsächlich folgende Armierungsschichten bzw. Systeme zum Einsatz:

• zusätzliche bzw. doppelte Armierungsschicht • zusätzliche Einlage eines Panzergewebes
• keramische Beläge oder aufgeklebter Naturstein-Sockel
• carbonfaserverstärkte Armierungsmassen wie CarbonSpachtel und CarboNit.

Jetzt ist zu klären, welche Deckbeschichtung gewählt werden soll. Sie muß einerseits in Abstimmung zur gewählten Armierungsschicht erfolgen, es ist aber auch zu beachten, daß die Spritzwasserzone wohl mit der kritischste Punkt im Sockelbereich darstellt und die Belastung höchst unterschiedlich sein kann. Folgende Einflußfaktoren sind zu bedenken:

• Ist Gefälle vorhanden?
• Ist eine Kiesfilterschicht vorhanden?
• Ist der Pflasterbelag oder das Erdreich direkt am Sockel, wodurch eine deutlich erhöhte Feuchtebelastung durch Stauwasser entsteht?
• Findet eine verzögerte Austrocknung des Putzes bzw. des Erdreichs durch Schattenwirkung (Sträucher, Pflanzenbewuchs o. ä.) statt?
• Erhöhte Feuchtebelastung durch angehäuften Schnee!
• Schnee, der mit Streusalz belastet ist, führt zur Zerstörung von Putzen, unabhängig von deren Art und Qualität!
• Urin-Belastung durch Tiere!

In den Allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen (AbZ) für Wärmedämm-Verbundsysteme wird zu diesen Themen wie folgt Stellung genommen:

• „In Bereichen, in denen mit erhöhter mechanischer Belastung zu rechnen ist, können besondere Maßnahmen, z. B. die Ausführung einer zusätzlichen bewehrten Unterputzschicht, erforderlich sein.“
• „…Die Anwendung im Spritzwasserbereich (Höhe ca. 30 cm) bedarf besonderer Maßnahmen.“#



 

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