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Die Nacht der Farben beginnt am 8. Mai 2010 in Ober-Ramstadt mit einer eindrucksvollen Ausstellung über das Phänomen Farbe.
Verantwortlich hierfür ist die in der Stadt der Farben ansässige Farbdesignerin Martina Löw. Sie befaßt sich autodidaktisch in vielfältiger Weise mit der Thematik, und so bilden die in langjähriger Arbeit erworbenen Kenntnisse, Ideen und Konzepte die Grundlage für die Ausstellung „Einfache Vielfalt – Farbe beim Wort genommen“.
„Über Farbe spricht man in Metaphern: Die Ausstellung stellt deshalb Farbnamen wie Rosenrot, Flaschengrün und Strohgelb den Farbigkeiten der namensgebenden Materialien gegenüber“, berichtet die engagierte Designerin. Die umfangreiche Sammlung belegt die überraschend vielfältige, feinnuancierte und harmonische Farbgebung, die sich hinter den im Alltag verwendeten Begriffen verbirgt. So offenbart die Ausstellung die Ungenauigkeit der Worte und zeigt, weshalb es so schwierig ist, über Farbe zu sprechen. „Zumeist taugen Farbnamen nur als Oberbegriff für ein großes Spektrum unterschiedlicher Farbtöne, man denke als Beispiel an alle Grüntöne des Laubes dieser Welt“, weiß Löw.
Gerade die allgegenwärtigen, den Menschen ständig umgebenden Farben der Natur werden in ihren feinen Abstufungen und ihrer breiten Palette am wenigsten wahrgenommen. Als Beispiel kann das von Horace Benedict de Saussure entwickelte, 52 Farbnuancen umfassende Cyanometer dienen, das dem exakten Bestimmen der Himmelsfarbe dient und von Alexander von Humboldt während seiner Südamerikareisen als visueller Meßwert zur Ergänzung seiner meteorologischen Untersuchungen benutzt wurde, danach aber weitgehend in Vergessenheit geriet. So wird auch der pädagogische Aspekt der Ausstellung deutlich, die zur detaillierten exakten visuellen Betrachtung der Dinge und ihrer Farben anregt.







