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Hotel Niedersachsen, Sylt

Eine gelungene Verzahnung von Alt und Neu stellt der Umbau des Hotels Niedersachsen in Westerland auf der Insel Sylt dar.

In der scheinbar ruhigen Tourismusbranche geht es heiß her. Immer mehr Angebote werben um die Gunst der Urlauber. Auch Hotels kennen das, zumal inhabergeführte Häuser häufig neben der Konkurrenz vor Ort auch im Wettbewerb mit den großen Hotelketten stehen. Diese Entwicklung ist auch an Sylt nicht vorbeigegangen. Hier übt zwar noch immer der Name an sich eine hohe Anziehung auf die Urlauber aus, doch müssen Hotelbetreiber nach Wegen suchen, um sich von der Masse abzuheben. Gut, wenn diese Suche nach einem Konzept auf die innere Überzeugung des Bauherren trifft – so geschehen in Westerland auf Sylt. Hier beschloss der Hotelier Werner Scheidt sein Hotel Niedersachsen nicht einfach nur zu modernisieren, sondern es deutlich umzugestalten. Aus diesem Grund wandte er sich an den Architekten Johannes Kaufmann aus Dornbirn in Österreich. Kennengelernt hatte er den Spezialisten für Holzbau auf einem Holzbauforum in Garmisch.

Gelungene Verschmelzung

Was aus der Zusammenarbeit des Architekten Johannes Kaufmann, dem Bauherren und dem lokalen Architekturbüro Schlums+Franzen entstand, überzeugt. So erkennt man auf den ersten Blick nicht, dass es sich beim Hotel Niedersachsen um einen Umbau und nicht um einen Neubau handelt. Gekonnt sind die neuen Elemente mit dem Bestand verzahnt. Trotzdem kann derjenige, der es weiß, Alt und Neu gut auseinanderhalten. Die graue Holzfassade steht für die neuen Bereiche, der Klinkerbau für den Bestand – auch wenn die Holzfassade teilweise über den Bestandsbau gezogen wurde. Doch nicht nur der Unterscheidung zwischen Alt und Neu wegen wurden zwei Fassadentypen gewählt. Da es sich beim Anbau um einen Holzbau handelt, war klar, dass nur eine Holzfassade infrage kommt. Also beschlossen die Verantwortlichen, der beigefarbenen Klinkerfassade ein Gegenüber aus vertikalen Holzlatten zu setzen. Weil jedoch mit der Angleichung des Farbtons der hellen Holzfassade an die Klinker des Bestands nicht bis zur natürlichen „Ergrauung" des Holzes gewartet werden sollte, griff man dieser Entwicklung mit einer Lasur vor. Die Lasur Capadur GreyWood wurde dabei ausgewählt, weil der Architekt sowie der ausführende Fachbetrieb Kaufmann Zimmerei und Tischlerei GmbH bereits sehr gute Erfahrungen damit gemacht hatten. Vor allem die Produkteigenschaften, aber auch die Beratung durch Gert Lampert von Synthesa, der Marke, unter der Caparol in Österreich auftritt, hätten laut Reinhard Goggele von der Zimmerei Kaufmann aus Reuthe in Österreich den Ausschlag gegeben. Die eingesetzte Lasur wurde speziell für solche Fälle wie beim Hotel Niedersachsen entwickelt. Denn während sich manch Designer und Architekt an dem langsamen Grauwerden einer Holzfassade erfreut und von der viel zitierten Patina spricht, mögen Bauherren diesen Prozess nicht immer. Denn Holzfassaden werden auf natürlichem Weg selten gleichmäßig grau. Hier schafft das Produkt Abhilfe und sorgt als Lasur dafür, dass das Holz sofort eine gleichmäßige und von Flecken freie, graue Färbung erhält.

Die Verbindung zwischen Alt und Neu ist so gelungen, dass der Eindruck entsteht, es handele sich um einen Neubau und nicht um die Erweiterung eines Bestandes.

 

Aufwertung

Neben der neuen Fassade deutet auch die Formensprache des Anbaus sein jüngeres Baujahr an: In Wellen fließt der Anbau dahin und ergänzt den Bestand, der praktisch und rechteckig daherkommt. Dadurch wird deutlich: „Die kubischen Formen sind der Bestand, alles was an der Außenhülle gebogen ist, ist Neubau", so der Architekt Johannes Kaufmann. Doch um Missverständnissen vorzubeugen: Es ist keineswegs so, dass durch den Umbau ein gestalterischer Bruch entstanden wäre. Vielmehr schafften es die Planer, dem Anliegen des Bauherrn sehr nahezukommen, der ein Inein-anderfließen von Alt und Neu wünschte. Dass die Ertüchtigung des Hotels Niedersachsen dabei nicht reiner Selbstzweck war, zeigt sich an der Aufwertung, die das Hotel erfahren hat. So wurden Zimmer renoviert und erweitert, die Service- und Aufenthaltsbereiche verbessert und mit dem Einsatz von viel Glas Sichtbeziehungen zur Umgebung geschaffen. Vor allem die Sky-Suiten, die vom dritten Geschoss ins Staffelgeschoss eine Maisonette-Einheit bilden, dürften ein Highlight darstellen. Doch nicht nur an die Gäste des Hotels wurde gedacht. Dem Bauherrn und den Architekten war es auch wichtig, ein in Sachen Umwelt zeitgemäßes Haus umzusetzen. Eine ausreichend starke Dämmung, die energetischen Vorteile einer Holzständerbauweise sowie moderne Fenster sorgen dafür, dass auch die Energiebilanz stimmt.

Die Holzfassade aus einer Vertikallattung wurde mit der Lasur Capadur GreyWood behandelt. So entstand von Anfang an eine gleichmäßige Graufärbung.

 

Erweitert und verbessert

Damit zeigt der Bauherr Werner Scheidt, dass es ihm um mehr ging als um eine Modernisierung. Er wollte eine Erweiterung und eine Verbesserung gleichermaßen – für Mensch und Umwelt. Dass dabei ein solch ästhetisch ansprechendes Haus entstanden ist, darf als umso erfreulicher registriert werden. Vor allem die Details sind es dabei, die aus dem Hotelumbau ein Projekt mit Vorbildwert machen. Seien es die vielen Lösungen zur Energieeinsparung, der Anspruch in den Zimmern, wenig Elektrosmog zu haben oder der Einsatz des nachwachsenden Rohstoffs Holz. Dass dieser neben der Konstruktion auch als Gestaltungselement Verwendung findet und zudem mit der verwendeten Lasur ein hochwertiges und gleichmäßiges Erscheinungsbild erhält, rundet das Gesamtbild ab.

Das Hotel Niedersachsen nach dem Umbau: Die fließenden Formen stehen für den Anbau, die kubischen für den Bestand. Fotos: Caparol Farben Lacke Bautenschutz

Marc Nagel
Quelle: Malerblatt 07/2013
 

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