 Bild: CD-Color GmbH & Co. KG
Das Wort Lack kommt aus dem Sanskrit „laksha“ und bedeutet zu Deutsch „hunderttausend“. Diese Zahl umschreibt die große Menge von Lackschildläusen, die für die Gewinnung von „Lack“ erforderlich war. Ihr harzartiges Stoffwechselprodukt gilt als erstes Bindemittel der Welt. Verwendet wurde die Masse, indem man sie durch Erhitzen von den Ästen löste und auf dem beschichteten Gegenstand wieder erkalten ließ. Die älteste überlieferte Lackrezeptur eines Lackes stammt aus dem 12. Jahrhundert und bestand aus Leinöl als Bindemittel und Zinnober als Pigment. Ab dem 18. Jahrhundert entstanden die sogenannten Lacksiedereien, die sich rasch einen Markt für die Beschichtung von verschiedensten Gegenständen eroberte. Lackbezeichnungen basieren unter anderem auf der Art des Bindemittels (Alkydharzlack), der Art des Lösemittels (Spirituslack), der Trocknungsweise (Einbrennlack) oder der Anwendungsgebiete (Klavierlack). Lasuren sind eine Sonderform von Lacken. Diese finden zumeist als Beschichtung von Holzoberflächen Verwendung da sie den Untergrund durchscheinen lassen.
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