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Gestaltung von Bädern - Schimmel vermeiden

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Schimmel vermeiden

Überhaupt fühlen sich Schimmelpilze überall dort wohl, wo es feucht ist. Ein Badezimmer bietet insofern zunächst das Notwendigste für die unwillkommenen Mikroorganismen. Um den Befall zu vermeiden gilt es, die anfallende Feuchtigkeit möglichst zügig zu reduzieren. Das gelingt bekanntermaßen am besten durch Lüften in Verbindung mit warmen Oberflächentemperaturen. Eine zusätzliche bzw. ergänzende Möglichkeit, Feuchtespitzen abzufangen, wie sie nach dem Baden oder ausgiebigen Duschen entstehen, bieten sorptionsfähige Baustoffe. Das Prinzip beruht auf natürlichem Feuchteausgleich zwischen der Raumluft und angrenzenden Flächen. Poröse Stoffe, wie mineralische Putze, und Textilien gelten als besonders sorptionsfähig und sind in der Lage, bedeutende Mengen an Feuchtigkeit aus der Raumluft zu puffern und die Luftfeuchtigkeit dadurch zu reduzieren. Dichte Oberflächen, wie Fliesen und glänzende Latexfarben, sind kaum dazu in der Lage. Im Zuge einer anstehenden Badsanierung kann der Anteil der gefliesten Wandflächen reduziert und durch sorptionsfähige Putzschichten ersetzt werden. Wandflächen, die nicht permanent mit Spritzwasser belastet werden (Zone 3), können getrost von Fliesen befreit werden. Die anschließende Oberflächenbehandlung kann mit mineralischen Putzen und diffusionsfähigen Beschichtungssystemen gestaltet werden. Durch eine derartige Sanierung wird nicht nur ein modernes und freundlicheres Erscheinungsbild der Baderäume erzeugt, sondern auch das Pufferpotenzial der Oberflächen in Bezug auf Wasserdampf erhöht, was letztendlich zur Reduzierung der Schimmelpilzbildung führen kann.

Im kleinen Stil

Eine derartig radikale Sanierung der Baderäume ist mit einer gewissen Investition verbunden und lässt sich nicht immer realisieren. Wer dennoch sein Bad auffrischen und in der Farbigkeit moderner gestalten möchte, kann das auch ohne einen großen Aufwand tun. Die braunen Wandfliesen der 70er-Jahre lassen sich beispielsweise mithilfe spezieller Grundierungen direkt überarbeiten. Decklacke in unterschiedlichen Farben und Glanzgraden bieten die Möglichkeit individueller Gestaltung. Sogar das Fugenbild kann nachträglich mit selbstklebenden Bändern in unterschiedlichen Farben wiederhergestellt werden. Alternativ können die bestehenden Fliesen auch direkt überspachtelt werden. Dadurch lässt sich eine fugenlose Oberfläche erzielen, die als Untergrund für zahlreiche Gestaltungstechniken dienen kann. Entscheidend für den Erfolg derartiger Maßnahmen ist die sorgfältige Untergrundvorbehandlung und -reinigung. Auf alten Fliesenbelägen und besonders in den Fugen können sich über Jahre Bestandteile von Reinigungs- und Pflegemitteln anreichern, die als Trennschicht die Haftung nachfolgender Beschichtungen beeinträchtigen. Zur Entfernung dieser Substanzen eignen sich spezielle Reinigungsmittel in Verbindung mit einem feinen Schleifvlies. Auch sollten sämtliche Fugendichtstoffe vor der Überarbeitung entfernt und nach Beendigung der Beschichtungsarbeiten neu eingebracht werden.

Neue Flächen erobern

Das private Badezimmer bietet sowohl in der Neugestaltung als auch in der Modernisierung eine Menge Potenzial, Zusatzaufträge für das Malerhandwerk zu generieren. Dank moderner Beschichtungsstoffe und deren vielfältiger Einsatzmöglichkeiten können Flächen, die ehemals dem Fliesenleger vorbehalten waren, durch den Maler gestaltet werden. Selbstverständlich weisen beschichtete Oberflächen nicht dieselbe Dauerhaftigkeit auf wie die gefliesten. Doch gerade das bietet die Möglichkeit, das Badezimmer immer wieder den aktuellen Farb- und Gestaltungstrends anzupassen und das gesamte Erscheinungsbild frisch und modern zu halten.

Das private Badezimmer entwickelt sich immer mehr zu einer Art „Wellnessoase".

 

Rudolf Kolb, Caparol
Foto: Caparol
Quelle: Malerblatt 11/2013


 
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