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Die Möbelhersteller zelebrieren 2010 die Rückkehr des Handwerks. Kunstvoll verarbeitete Möbel liegen im Trend, aber auch Reeditionen von Klassikern. Die Gegenströmung setzt auf eine Welt des Scheins.
Man möchte sich sofort reinkuscheln. Das Sofa „Ruché“ von Inga Sempé ist ideal für gemütliche Stunden. Auf feinen Holzfüßen ruht eine dicke gesteppte Decke. Abwechselnd durch Stiche gehalten oder frei gelassen, bauscht sich der zartgelbe Stoff stellenweise auf, was ihm seine besondere Optik und seinen Namen verleiht. „Ruché“ bedeutet Rüsche, geraffter oder gefältelter Stoff. „Ich wollte in dem Möbel Strenge und Weichheit, etwas Luft und wenig Material verbinden“, sagt die französische Designerin Inga Sempé. Ihr Entwurf für das Möbelunternehmen Ligne Roset steht exemplarisch für einen der neuen Trends im Möbeldesign. Handwerkliches Können und hochwertige Verarbeitung ist unter Herstellern und Gestaltern mehr denn je gefragt. Inga Sempé beispielsweise tüftelte im Nähatelier von Ligne Roset in Briord an der einladend weichen Absteppung, die zwar einfach aussieht, aber dennoch das Ergebnis zahlreicher Versuche ist. Zugute kam ihr dabei, dass eine der Kernkompetenzen ihres Auftraggebers das Steppen von Stoffen ist. Wie sich traditionelles Handwerk ganz modern interpretieren lässt, demonstrieren derzeit nicht wenige neue Entwürfe.























