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Raumgestaltung am PC

Gestaltungen mit Stuckprofilen und Paneelen schaffen lebendige Licht- und Schattenspiele und verbinden Wand und Decke.

Räume mit üppigen Stuckverzierungen, Wandpaneelen und ähnlichen „Zierelementen" vermitteln einen historisch-traditionellen und eleganten Eindruck. Die hohen Decken unterstützen dies und sollten bei der Gestaltung immer miteinbezogen werden. Im hier gezeigten Beispiel sind Stuckprofile vorhanden. In der Praxis werden sie oft bei Sanierungen neu hergestellt oder ergänzt – Materialien und Möglichkeiten sind dabei vielfältig. Formal orientiert man sich meist an der klassischen Formensprache, gleichwohl bieten sich moderne Interpretationsmöglichkeiten für großzügige Raumsituationen in neueren Gebäuden an. Profile sind in Standardausführungen erhältlich, zudem können sie als Sonderfertigung nach individuellen Wünschen geliefert werden.

 

Dezent oder intensiv farbig?

Bei der Farbgestaltung eines Raumes mit Zierelementen stellen sich zunächst zwei Fragen: Wie geht man mit Stuck, Profilen und Paneelen um? Ist eher die dezente, zurückhaltende Farbgebung oder eine besondere Akzentuierung gewünscht? Bei einer Entscheidung ist es zudem hilfreich, die Funktion des Raumes sowie dessen gewünschte Wirkung genau zu definieren. Meist wird ein hochwertiger, edler Eindruck angestrebt, der zum aufwendig ausgestalteten Raum mit Stuckprofilen oder Paneelen passt. Ist dies die Rahmenbedingung, dann kann eine intensive Farbfassung meistens ausgeschlossen werden, besonders wenn der Kontrast zu Wand und Decke stark ausfällt. Die Wertigkeit des fein profilierten Elements ginge sonst verloren. Dunkle Farbgebung sollte zudem gemieden werden, denn dann verliert die Plastizität ihren Effekt: Ein Licht- und Schattenspiel wäre nur noch schwach wahrzunehmen.

Wichtig ist bei der Farbgestaltung, dass Wand-, Boden- und Deckenfarbigkeiten mit dem Zierelement korrespondieren und zudem zur Einrichtung eine Verbindung herstellen. Ein Raum, der alle „Farbträger" und Materialien berücksichtigt wirkt ausgewogen und harmonisch.

Drei Gestaltungsvorschläge

· Gestaltungsvariante 1: Wandpaneele und Stuck in Weiß, Kassetten farbig

Dieses Farbkonzept für einen Arbeitsbereich zeigt eine Ton-in-Ton-Gestaltung mit weißen Zierelementen. Boden, Wand und Decke sind warmtonig gehalten, sie bilden eine Hülle, die Geborgenheit schafft. Die hellen Profile treten plastisch in den Vordergrund, bedingt durch die etwas dunklere, farbig angrenzende Wand- und Deckenfläche. Der Holzboden vermittelt in Dunkelbraun eine tragfähige Basis. Ein Farbton in mittlerer Intensität, eingesetzt an den Holzkassetten der Sockelzone sowie dem Wandvorsprung hinter dem Schreibtisch, stellt eine angenehme Verbindung zwischen den hellen Wänden, der Decke sowie dem braunen Boden her. Der mit einer matten Spachteltechnik deutlich akzentuierte Wandvorsprung betont gleichzeitig die Dominanz des Schreibtischs. Der Kontrast zum hellen Teppich unterstreicht diese Wirkung zusätzlich. Dieser Raum zeigt ein sehr klares Erscheinungsbild durch die reduzierte Farbpalette und der einheitlichen Betonung aller Zierelemente in Weiß (bis auf die Kassetten im Sockelbereich).



· Gestaltungsvariante 2: Wandpaneele und Stuck farbig, Wände und Decken in Weiß

Diese Raumvisualisierung zeigt eine kühle, leichte Farbatmosphäre. Alle plastischen Absetzungen von Wand oder Decke sind in blaugrauen und grünlichen Nuancen akzentuiert. Die Wandpaneele und die etwas heller abgesetzten Kassetten entstammen einem Farbbereich mit geringem Kontrast, wodurch dieses Bauelement deutlich als Einheit ablesbar ist. Die verhüllten Grüntöne harmonieren angenehm mit dem Parkettboden. Wandsockel und -vorsprung stehen hier stärker in Verbindung als in Variante 1. Gemeinsam bilden sie einen ruhigen Hintergrund für den massiven Schreibtisch. Dieser stellt mit dem dunkelblauen Teppich eine „stabile" Insel in der luftig, leichten Raumanmutung dar. Die dezent zweifarbig gefassten Zierelemente korrespondieren miteinander sowie mit Teppich und Wandvorsprung. Das wandabschließende Zierprofil zur Decke erscheint als Kontur klar begrenzend und rahmt so die Deckenfläche ein. Die Farbinterpretation verleiht dem Raum einen modernen Charakter.



· Gestaltungsvariante 3: Wandpaneele, Wände und Decken farbig, Stuck in Graunuancen

Warme, verhüllte Rot- und Orangenuancen kombiniert mit Grautönen charakterisieren dieses Raumbild. Der dunkle Sockelbereich wirkt hier stark begrenzend, erhält jedoch durch den heller abgesetzten Wandvorsprung eine wohltuende Unterbrechung. Vor diesem Wandbereich hebt sich der fast schwarz erscheinende Schreibtisch klar hervor. Das graue Sockelabschlussprofil sorgt für einen sanften Übergang zwischen der dunkelroten Vertäfelung und den zartfarbigen Wänden und korrespondiert gleichzeitig mit dem Bodenbelag und den Zierelementen an der Decke. Diese Verzahnung besteht auch zwischen Wandvertäfelung und Teppich sowie den Wandfarben untereinander. Durch diese Verbindungen entsteht ein ebenfalls harmonischer Gesamteindruck mit einer sehr prägnanten Note durch die Farbkombination sowie dem starken Hell-Dunkel-Kontrast zwischen unterem und oberem Wandbereich. Durch diese gestalterischen Maßnahmen ist bei diesem Entwurf eine neutrale Farbfassung der Zierprofile sinnvoll, die sich dezent zurücknimmt und dafür ihre feine Profilierung stärker sprechen lässt.



Fazit: Verschiedene Zierelemente im Raum bedingen den Kontext mit der Gestaltungsintention des gesamten Raumes. Ein harmonisches Gesamtbild entsteht immer, wenn Bezüge zwischen verschiedenen Bauelementen und der Einrichtung hergestellt werden.

Martina Lehmann, Caparol FarbDesign-Studio
Entwürfe: Caparol FarbDesign-Studio
Quelle: Malerblatt02/2013
 

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