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Restaurant YoSH Stuttgart

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Was ist wahrer Luxus? Eine Frage, die man sich in Zeiten der Wirtschaftskrise vermutlich seltener stellt, deren Beantwortung aber dennoch interessant bleibt.

Was ist das also, wahrer Luxus? Ein schicker und schnittiger Sportwagen auf jeden Fall, ein ausgesuchtes Schmuckstück oder eine außergewöhnliche Uhr, für manche viel Freizeit oder einfach nur Gesundheit. Luxus kann aber auch der Ort sein, an dem man wohnt, arbeitet oder seine Freizeit verbringt. Denn sowohl architektonisch wie auch bei der Ausstattung sind dem Ausdruck von Luxus in seiner baulichen Form kaum Grenzen gesetzt. Vor allem bei der Innenraumgestaltung gibt es dabei besondere Möglichkeiten: ausgesuchte Materialien, exotische Lösungen und hochwertige Ausführungen sind Ansätze, die einen Raum zu einem Luxusobjekt machen können. Ein Bereich, in dem gerne auf solch edle Innenraumgestaltungen zurück gegriffen wird, ist die Gastronomie. Bereits im Malerblatt vorgestellt wurde das Restaurant Goldfinger in Kirchheim/Teck. Hier entstand nach den Ideen und Plänen der beiden Inhaber Thorsten Mack und Willi Djurich ein Restaurant mit einem kräftigen Hauch Luxus, der so manchem barocken Fürsten gut zu Gesicht gestanden hätte. Die Wände, gestaltet mit einer Vliesfaser-Retrotapete mit Antikgoldunterlage und beflocktem Brokatmuster, wechseln sich mit viel Gold und oxidativ geölten Parkettböden in Schwarzeiche sowie einem langfloorigen Teppichbelag in Violett ab. Das und die erstklassige Verarbeitung durch den Malerbetrieb Hartmann aus Holzmaden kommen dabei dem Bild von Luxus schon sehr nahe.
Doch auch andere Restaurants und Betriebe der Gastronomie legen Wert auf eine hochwertige Ausstattung, um ihren Kunden ein besonderes Ambiente zu bieten. So ist etwa der Club T-O 12 in der Theodor-Heuss-Straße in Stuttgart nicht nur ein einfacher Club, in dem man Musik hören, tanzen und etwas trinken kann. Das T-O 12 ist auch ein Treffpunkt für all jene, die Luxus mögen und dies auch in der Gestaltung der Abendlocation ihrer Wahl widergespiegelt sehen möchten. Denn im edlen Club, der bereits mehrfach Designpreise gewonnen hat, dominieren schwarze und weiße Elemente sowie Ledermöbel. Die schablonierten Wandgestaltungen reichen von einfachen Weisheiten bis zu grafischen Bildern und spielen mit den Möglichkeiten als Projektionsfläche. Sie haben durch den starken Schwarz-Weiß-Kontrast einen auffallenden Auftritt. Kein Wunder, muss sich das T-O 12 doch auf der Theodor-Heuss-Straße einer großen Zahl von konkurrierenden Clubs gegenüber klar abgrenzen.

Restaurant YoSH in Stuttgart-Feuerbach

Aber auch ein weiteres Beispiel aus Stuttgart zeigt, wie wichtig eine luxuriöse Innenraumgestaltung heute ist, um sich bewusst als Betrieb in der gehobenen Gastronomie zu positionieren. Im YoSH, einem Speiserestaurant für anspruchsvolle Gäste im Feuerbacher Weg im Stuttgarter Norden, wurde besonderer Wert auf die Ausstattung der Räumlichkeiten gelegt. Vor allem eine Wand war dabei die größte Herausforderung. Weil die Auftraggeberin und Besitzerin des YoSH exakt den Farbton haben wollte, wie sie ihn bereits im Restaurant Käfer in München gesehen hatte, stand der ausführende Betrieb vor einer spannenden und schwer zu lösenden Aufgabe. Da es dem ersten Betrieb jedoch nicht gelang, den richtigen roten Ton zu treffen, wurde Rolf-Dieter Kellner hinzugerufen und übernahm mit seiner Farbgestaltung Kellner den Auftrag. Sein Vorteil dabei: Als Mitglied im Farbrat nahm er Kontakt zu einem Münchner Kollegen auf, der ihm half, den gewünschten Farbton zu finden, da dieser selbst das Käfer-Restaurant ausgestattet hatte. Das besondere am gesuchten Rot war dabei der hohe Anteil an Farbpigmenten im Putz. So kamen auf 25 Kilogramm Kalkmarmor-Basisputz drei Kilogramm Pigmente der Pigmenthandlung Kremer. Nur so war es bei diesem sehr teuren und aufwendigen Wandputz möglich, den tiefen Rotton mit seiner leichten bläulichen Note zu realisieren. Das Ergebnis überzeugte die Kundin und so gestaltete Rolf Kellner weitere Wände aus. Diese erhielten einen sanften Sandton, der sich an den Farbkarten des Farbherstellers Farrow & Ball orientiert und der ebenfalls auf einem sehr hochwertigen Kalkmarmor-Putz basiert. In diesem nur leicht abgezogenen und verschlichteten Putz wurden nahezu alle restlichen Flächen im Haus gestaltet, insgesamt etwa 800 Quadratmeter. Nicht minder elegant wurde auch die Gestaltung des Gastraums im ersten Geschoss umgesetzt, bei dem eine dritte Variante zum Einsatz kam. Hier verwendeten die Maler einen Kalkputz in Originalpigmentmischung Terre de Ómbre naturelle Claire von kt-Color, der durch seine Auftragsart fast wie ein leichter und bewegter Stoff wirkt und dem Raum mit dem großen hellen Tisch einen ganz eigenen Charakter gibt.
Ebenfalls ein gelungener Ausdruck des luxuriösen Anspruchs des Restaurants und seiner Innenraumgestaltung ist der Bar- und Ausschankbereich. Die gewählte flüssige Metallbeschichtung wurde nach dem Auftrag mehrfach geschliffen und poliert. So kommt der silbrige Aluminiumton besonders zur Geltung und verleiht diesem Komplex ein ganz besonderes Flair.
Doch dies ist der einzige härtere Farbton in den Räumlichkeiten, denn insgesamt orientiert sich der Farbmix nicht am harten Metallton der Bar, sondern setzt durchgängig auf natürliche und warme Töne, die durch alte, hell eingelassene Eichenholzdielen auf den Böden und die elegante Möblierung mit dunkle Stühlen und weiß eingedeckten Tischen unterstützt werden.
Damit zeigt das YoSH und hier nicht zuletzt der ausführende Malerbetrieb, welche Möglichkeiten in einem durchdachten Konzept stecken – gerade, wenn damit ein repräsentativer Auftritt erreicht werden will, der einen Hauch von Luxus mitbringt. Somit wäre zwar noch nicht beantwortet, was wahrer Luxus ist, da diese Aussage nur jeder individuell für sich treffen kann. Zumindest aber ist klar, wie Luxus aussehen kann, wenn man ihn im Bereich der Innenraumgestaltung, in der Gastronomie oder in den eigenen vier Wänden, antrifft: edle Grundprodukte wie Putze, Farben oder Tapeten, beispielgebende Umsetzung und nicht zuletzt ein offener und durchdachter Gestaltungswille beim Auftraggeber.

Marc Nagel
Quelle: Malerblatt 12/2009


 

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