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Die Nachahmung verschiedener Baustile kennzeichnet diese Epoche. Eine grundlegende Erneuerung: die künstlichen Farbstoffe.
Für die Zeit vom ausklingenden Klassizismus um ca. 1830/40 bis zur Jahrhundertwende entwickelt sich eine Stilrichtung in der Architektur, welche als Historismus bezeichnet wird. Besonders kennzeichnend ist die Nachahmung verschiedener historischer Baustile wie z.B. der Romanik, Gotik, der Renaissance, des Barock und des Rokoko. Infolge der industriellen Revolution, der Bevölkerungsexplosion und des daraus entstehenden neuen Bürgertums entsteht ein Bauboom, der keine Zeit lässt, einen eigenen „Kunststil“ zu entwickeln. Die neue Gesellschaft sucht deshalb Formen und Bauvorlagen in der Vergangenheit. Man bedient sich bedenkenlos antiker, barocker, gotischer Vorbilder bis hin zur außereuropäischen Architektur aus Ägypten, Indien, China, Japan und islamischen Ländern. Die Ideen kommen durch den Kolonialismus im außereuropäischen Ausland nach Europa.























