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Alles ist im Fluss – auch die Farbe. Natürlich nur im übertragenen Sinne. Auch bei der Farbgestaltung gibt es Trends.
Unsere Vorlieben für Farben verändern sich permanent, selbst bei der eher langsamen Zyklen unterworfenen Architekturfarbigkeit. Dass dies schon immer so war, beweisen historische Gebäude, vor allem Kirchen, die sich über die Jahrhunderte ganz unterschiedlich präsentiert haben. Stets aber in einem sogenannten Formen- und Farbenkanon, der typisch für einen bestimmten Zeitabschnitt war.
Dieser Zusammenhang gilt auch heute noch, sogar bei Alltagsbauten: Vor 20 Jahren waren Flieder- und leichte Violetttöne angesagt, ganz aktuell befinden wir uns in einer Grünwelle. Darf ein Gebäude, das sich ein halbes Jahrhundert brav im Dorf oder in der Stadt zeigte, nun in einer völlig neuen, progressiv-auffallenden Farbigkeit präsentieren? Ja und nein. Es kommt darauf an, wie sich der Bau in seine Umgebung einfügen soll, welche Bedeutung er hat, welcher Nutzung er unterliegt und wie Farbigkeit und die eigentliche Architektur zusammenpassen. Wer hierzulande einen Fachwerkgiebel mit hellgrünen Balken versieht, dürfte zu Recht Unmut auf sich ziehen.






















