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Holz-Imitation Mahagoni

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Holz-Imitation Mahagoni
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Das Imitieren von Mahagoni zählt zu den Basisbestandteilen in der Ausbildung der Dekorationsmalerei.

Es ist ein schnell „herzustellendes“ Holz, erfordert aber etwas Geschick und Geschwindigkeit, da nass-in-nass gearbeitet werden muss. In der zweiten Folge der Dekorationsmalerei-Serie zeigt Friederike Schulz die einzelnen Arbeitsschritte.

Anwendung findet die Imitation von Holz an unterschiedlichsten Orten. Im Schmidt-Theater Hamburg z. B. sollte die Optik eines alten Theaters aus den 50er-Jahren reproduziert werden und so wurden sämtliche Feuerschutztüren durch das Aufmalen einer Mahagoniholzimitation ins Gesamtkonzept integriert.

Bei der Imitation von Holz kommt es auf zwei wesentliche Bestandteile an, den Farbton und die Maserung. Um Holz richtig zu imitieren, sollte man sich vorher mit dem entsprechenden Maserbild auseinandersetzen.


Den richtigen Ton treffen

Der Grundton für Mahagoniholz ist ein schmutziges Orange, dass im ersten Schritt mit einer feinen Porenstruktur mithilfe von Kasslerbraun und einem Schläger versehen wird. Man kann auch mit einer Porenwalze arbeiten, um die feine Untergrundstruktur zu erzielen. Die Lasur besteht aus einem Teil Pigment (Kasslerbraun), zwei Teilen Acryl- oder Wandfarbenbinder und ca. drei Teilen Wasser. Die Fläche wird mit der Lasur eingestrichen und zügig mit einem Modler verschlichtet. Das Durchschlagen der Fläche erfolgt mit einem Schläger aus Pferdehaar von unten nach oben – dabei entsteht eine sehr feine, gleichmäßige Struktur. Man kann die Lasur durch den Zusatz von Trocknungsverzögerer etwas länger offen halten, sodass mehr Zeit für die Verarbeitung bleibt (das gilt auch für die darauffolgenden Schritte).


Schlagen und verschlichten

Für die Herstellung des Maserbildes wird in diesem Fall die Fläche mit einer Lasur bestehend aus einem Teil Umbra gebrannt, 2 Teilen Binder und 1–2 Teilen Wasser lasiert. Nach dem Auftragen wird die Lasur vom Rand zum Kern nach innen getrieben, sodass im Kern des Holzes mehr Pigment stehen bleibt. Mit einem feuchten Naturschwamm wird nun zügig die Maserung eingezeichnet. Am besten eignen sich Schwämme mittlerer Qualität, diese sind meist fester und in der Mitte halbiert bieten sie ein hervorragendes Strukturwerkzeug. Hat man die Maserung eingezeichnet, schlägt man die Maserstränge quer mit einem Dachshaarvertreiber. Dabei entsteht dieses für Mahagoni so typische Maserbild.

Wenn die Lasur fast angezogen ist, wird der Kern mit einem feuchten Fächerpinsel feiner ausformuliert. Durch das Wasser wird das Pigment leicht angelöst und wenn man anschließend mit einem Dachshaarvertreiber vom Kern weg verschlichtet, bekommt man an diesen Stellen eine unglaubliche Tiefe. Der Fächerpinsel hat seinen Ursprung in Frankreich und ist auch gut bei der Imitation anderer Hölzer einsetzbar. Wenn er nass ist, wird er mit einem Plastikkamm gekämmt und – egal, ob mit Wasser oder Lasur getränkt – erzeugt bei richtiger Anwendung und in Kombination mit einem Dachshaarvertreiber ein real wirkendes Maserbild.


Highlights setzen

Zum Finale wird die ganze Fläche mit Binder (verdünnt mit Wasser) lasiert und mit Siena gebrannt als Pigment oder in Form von Acrylfarbe farblich nuanciert. Das Highlight bildet hierbei das Hinzufügen von Preußischblau im Splintbereich. Blau und Braun erzeugen einen sehr natürlichen Grauton, den man häufig im Holz antrifft.

Mit einem Modler kann man jetzt noch Lichtkanten in den Splint einziehen. Das sind Reflexionsflächen im Rand des Holzes, welche man durch das Wegschieben der Lasur erzielt und anschließend leicht vertreibt, sodass ein weiches Bild entsteht.




 

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