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Malerei: Rosso Carpazi

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Malerei: Rosso Carpazi
Noch mehr Adern
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Marmor- und Gesteinsimitation gewinnen angesichts des Trends zum Luxus wieder an Bedeutung.

Nachdem in den ersten beiden Folgen der Marmormalerei-Serie die einfacheren Gesteinsarten Carrara und Nero Marquina vorgestellt wurden, geht es jetzt langsam ans Eingemachte.

In dieser Folge geht es um die Imitation des Rosso Carpazi, einem roten Marmor aus den Karpaten, der zum einen durch seine schöne rotbraune Farbe, zum anderen durch seine markante, vielfarbige Aderung besticht.

Mischen gehört zum Geschäft

Um die Tiefenwirkung und den typischen Glanz von Marmor zu erzielen, arbeitet man auch beim Rosso Carpazi vorzugsweise mit einer Spachtelmasse, wie sie für Glättetechniken eingesetzt wird. Aus weißer Spachtelmasse mischt man mithilfe von Farbkonzentraten in Ocker, Rotbraun und Schwarz zunächst einen hellen rötlichen Braunton. Generell werden alle Farbtöne, die für die Marmormalerei verwendet werden selbst hergestellt, denn nur so kann die natürliche Farbwirkung erzielt werden. Also zu Beginn ausreichend Becher und Rührhölzer bereitstellen, damit man später reibungslos arbeiten kann.

Den ausgemischten Braunton stempelt man mit dem Naturschwamm richtungslos auf den vorbereiteten Untergrund auf. Marmormalerei-Profi Otto Baumann, der bei Jaeger die Kreativseminare leitet, rät, ruhig auch mal verschiedene Schwammstücke zu verwenden. Denn jeder Naturschwamm hat seine eigene Struktur und so ergeben sich auch ganz unterschiedliche „Steinstrukturen“ beim Stempeln. Und welcher Stein ist schon ganz gleichmäßig strukturiert?

Sobald die aufgestempelte Spachtelmasse getrocknet ist, kann die Fläche mit einem etwas dunkleren Braunton (ja, es muss schon wieder gemischt werden!) vollflächig abgespachtelt werden. Diesen dunklen Farbton gut aufbewahren, er kommt später nochmals zum Einsatz. Und weil das Mischen so viel Spaß macht, wird der erste Braunton nun mit Weiß etwas aufgehellt. Mit dieser hellbraunen Spachtelmasse tupft man einzelne Partien mit dem Naturschwamm ab, um die für den Marmor typischen Einschlüsse zu imitieren.

Ruhiges Händchen gefragt

War bisher alles noch relativ harmlos und einfach zu bewerkstelligen, wird es jetzt etwas schwieriger. Nun müssen nämlich die Adern aufgemalt werden. Also Spitzpinsel zur Hand! Aber bevor es losgehen kann, muss noch die Farbe angerührt werden. Keine Sorge, das große Mischen kann dieses Mal entfallen, denn jetzt kommt der dunkle Braunton noch einmal zum Einsatz, der vorhin zum Abspachteln verwendet wurde. Lediglich etwas verdünnt werden muss er, sonst wirken die Adern nicht transparent genug. Aber Achtung: nicht die gesamte Spachtelmasse, sondern nur etwas davon in einem separaten Gefäß verdünnen; sie wird später nochmals zum Spachteln gebraucht. Dann gibt man noch einen Tropfen schwarzes Farbkonzentrat dazu, um die Lasur etwas abzudunkeln.



 
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