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Algen und Pilze - alsecco

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Das Malerblatt im Gespräch mit Enrico Winter, Leiter Produktmanagement alsecco, zum Thema Algen und Pilze an der Fassade.

Malerblatt: Wie sieht man in Ihrem Unternehmen die Algenproblematik an der Fassade?

Enrico Winter: Algen und Pilze sind biologische Kleinstlebewesen, die uns in der Natur allgegenwärtig umgeben und sich auf vielen Oberflächen wiederfinden – auch auf herkömmlich verputzten Fassaden, auf Verkehrsschildern, Leitplanken, Straßenbeleuchtungen und sogar auf Fenstern, wenn sie über einen längeren Zeitraum nicht gereinigt wurden. Für die Fassade haben Untersuchungen gezeigt, dass der Bewuchs nur oberflächlich stattfindet, nicht aber in die unteren Schichten eindringt. Sie beeinträchtigen also nicht die Funktionalität eines Dämmsystems. Optisch sind sie verständlicherweise unerwünscht. Durch moderne, hochwertige Fassadenbeschichtungen lässt sich das Risiko von Algen- und Pilzbefall jedoch deutlich reduzieren.

Malerblatt: Welche Maßnahmen, Methoden oder Produkte empfehlen Sie, um Algenbewuchs zu verhindern beziehungsweise hinauszuzögern?

Winter: Wichtigste Voraussetzung, um Algen- und Pilzbefall an der Fassade zu verhindern, ist eine sehr gute Feuchteregulierung der Oberflächen. Gelingt es, Feuchte so weit wie möglich zu reduzieren und die Zeitspanne klein zu halten, in der Oberflächenfeuchte auftritt, wird den Mikroorganismen automatisch die wichtigste Lebensgrundlage entzogen. Lange Zeit galten extrem hydrophob eingestellte Oberflächen deshalb auch als Garanten für eine hohe Algen- und Pilzresistenz. Wir sehen sie heute allerdings nicht mehr als erste Wahl. Der Grund: Auf ihnen bilden sich kugelförmige Tautropfen, die nicht immer optimal abtrocknen. alsecco setzt inzwischen nach intensiver Forschung und Entwicklung und sehr guten Erfahrungen in der Baupraxis auf wasserabweisende Beschichtungen, die eine leichte Benetzung der Oberfläche zulassen. Diese moderate hydrophobe Einstellung der Beschichtungen mit einer ausgewogenen Verteilung hydrophober und hydrophiler Bestandteile lässt Wasser ohne starke Tropfenbildung gleichmäßiger in der Fläche abperlen und Oberflächen entsprechend gleichmäßiger trocknen. Auch anhaftende Schmutzpartikel werden so effektiver entfernt. Beschichtungen mit diesem Hydrobalance-Effekt bieten bereits einen erhöhten Schutz gegen Algenbewuchs. Entscheidend für die Funktionalität des Systems ist das Austrocknungsverhalten, welches in erster Linie durch die Wasseraufnahme (w-Wert) und die Diffusionsfähigkeit (sd-Wert) der Beschichtung beeinflusst wird. Durch die moderat eingestellte Hydrophobie der Oberflächenstruktur der Fassadenfarbe werden Wassertropfen, die sich auf der Oberfläche sammeln leicht gespreizt, wodurch sie flacher werden und schneller und gleichmäßiger abtrocknen.

Um einen optimalen Schutz bei Gebäuden mit besonderem Risiko sicherzustellen, kann bei manchen Objekten zum Beispiel in Park-, Feld- und Waldnähe oder bei Gebäuden mit hoher Verschattung  jedoch noch nicht vollständig auf den Einsatz von Wirkstoffen gegen mikrobiellen Befall verzichtet werden. Allerdings hat alsecco ihre Konzentration durch optimierte Rezepturen bereits Schritt für Schritt deutlich reduziert. Den Farben und Putzen werden nur noch geringe, vollständig biologisch abbaubare Wirkstoffmengen zugesetzt. Die niedrig konzentrierten Anteile, die teilweise auch in handelsüblichen Shampoos eingesetzt werden, sind zugleich durch ein spezielles Verfahren verkapselt. Nur bei Bedarf lösen sie sich in sehr geringen Mengen aus ihrer Verkapselung und verhindern so langfristig noch gezielter Algen- und Pilzbefall.

Die weißen Fassaden prägen das Erscheinungsbild dieser Wohngebäude im Quartier Think K. auf dem Stuttgarter Killesberg.

 



 

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