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Farben der Kanaren

Die Farben des vulkanischen Gesteins spiegeln sich auf den Kanarischen Inseln in den regionalen Architekturfarben wieder.


Unser Autor hat den Zusammenhängen nachgespürt.


Sie liegen vor der Westküste Afrikas und das ganze Jahr scheint hier Frühling zu herrschen: Auf den Kanarischen Inseln übersteigen die Temperaturen selten 28 Grad Celsius und fallen so gut wie nie unter 15 Grad Celsius. Neben dem milden Klima und den vielen Freizeitangeboten besticht jede der insgesamt sieben Haupt- und sechs Nebeninseln mit eigenen Reizen.

Ein augenfälliger Aspekt sind die geologischen Erscheinungsbilder, denen man auf den Kanaren begegnet, da die Inseln ihre Entstehung dem Vulkanismus zu verdanken haben. Der letzte Vulkanausbruch erfolgte auf La Palma im Jahr 1971, als der kleine Vulkan Tenequia drei Wochen aktiv war und sein Lavastrom sich bis in den Atlantik ergoss.

Schwarze Strände

Auf den ersten Blick erscheinen hier – inmitten einer beschaulich bunten Flora – die schwarzen Berghänge mit ihren terrassenartigen Verwitterungen des Basaltgesteins trostlos und öde. Aber gerade auf diesen nur scheinbar unfruchtbaren Böden wirken die mineralhaltigen Lavagranulate mit ihrem porösen Gefüge als wertvolle Bodennahrung beispielsweise für Weinreben, Obst und Gemüse.

Bekannt sind auch die feinsandig schwarzen Lavastrände, abseits davon erzählen anschauliche Bergformationen spannende Einzelheiten von den Inselentstehungen.

Gefärbte Lavalagen

Auf La Gomera, in einer kleinen Hafenbucht, zeigt sich seeseitig eine senkrechte Wand, die mit ihren unterschiedlich gefärbten Lavalagen – trotz einhergehender Verwitterung – eine malerische Naturerscheinung darstellt. Am eindrucksvollsten sind die Farbnuancen an neuen Straßeneinschnitten: Hier erscheinen plötzlich Pyroklasten als Aschen und Tuffe in den verschiedensten Farben; genauso wie in Felslandschaften, in denen stellenweise frisch gebrochene Spaltflächen ihre ursprüngliche Farbenpracht zeigen.

Fassadengestaltung

Wem diese Farbigkeiten augenfällig werden, der kann diese Naturfarben der mannigfachen Lavaausprägungen auch in vielen ausgeklügelten, farbästhetischen Fassadengestaltungen von Ferienanlagen und Häusern entdecken.

Vermutlich haben die frühen Inselbewohner ihre Zutaten für Häuseranstriche aus dem natürlichen Angebot der pulverisierten Schichten entnommen, die gelbbraunen und roten Tuffschichten, die bis hin zur Rotbraunfärbung gehen können, bestehen hauptsächlich aus Eisen(III)-oxiden oder -hydroxiden.

Aber auch heute sind solche Farbausmischungen aus natürlichen Erdpigmenten, den roten Erden oder aus synthetisch produzierten Eisenoxiden herstellbar, die dem angestrebten Natureindruck entsprechen.



praxisplus


Die bekannteste künstlerische Verwendung von Vulkangestein ist ein jedes Jahr wieder entstehendes riesiges Gemälde aus bunten Lavasanden auf dem Rathausplatz in La Orotava auf Teneriffa. Zum Fronleichnamsfest stellen die Einheimischen während einer Nacht ein

900 Quadratmeter großes Teppichgemälde aus Blumen und dem bunten Inselmaterial her.

Weitere Informationen:

www.teneriffa-news.com


Wolfgang Conrad

Malerblatt 07/2017


 

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