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Gründerzeitfassaden

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Gründerzeitfassaden
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In Hamburg existieren noch viele reich gegliederte und verzierte Fassaden aus der Zeit zwischen 1900 und 1918.

Diese imposanten Schaufassaden werden seit einem Vierteljahrhundert zu einem großen Teil mit Reinacrylat-Fassadenfarben saniert. Auch in Hamburg prägen Wohngebäude aus der sogenannten Gründerzeit noch heute ganze Straßenzüge oder Stadtviertel. Entstanden sind sie zumeist zwischen der Jahrhundertwende und dem ersten Weltkrieg. Hamburg hatte im 19. Jahrhundert eine rasante Entwicklung zum Welthandelsplatz durchlaufen. Die steigende Wirtschaftskraft ließ auch die Einwohnerzahl in die Höhe schnellen. Zwischen 1840 und 1900 hatte sich die Bevölkerung auf 780.000 Einwohner vervierfacht, was zu boomartigen Entwicklungen im Mietwohnungsbau führte. Um das Stadtzentrum herum bildete sich ein dichter Ring neuer Stadtteile mit hoher baulicher Nutzung auf engstem Raum. Es entstanden vier- bis sechsgeschossige Blockrandbebauungen mit reich dekorierten Fassaden zur repräsentativen Straßenseite hin. Zur Hofseite und den sogenannten „Hinterhäusern“ hin fiel ist die Gestaltung eher schmucklos aus.

Verachtet und geliebt

Die imposanten Schaufassaden dagegen spiegeln die gesamte Stilgeschichte des Bauens wider. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurden diese Fassaden ab den 20er-Jahren auf dem Hintergrund der Bauhaus-Bewegung als hohler gründerzeitlicher Pomp und überzogene wilhelminische Prachtentfaltung ohne eigenständiges stilistisches Konzept abqualifiziert. Viele Gebäude der Gründerzeit wurden deshalb in den nächsten Jahrzehnten einfach abgerissen. Erst die massive Kritik an den städtebaulichen Sünden der Nachkriegszeit führte zu einer Rückbesinnung. Ab den 70er-Jahren setzte sich vor allem die Denkmalpflege verstärkt für den Erhalt gewachsener, gründerzeitlicher Wohnquartiere ein. Plötzlich gehörten die meist citynahen Mietshausensembles mit ihren großzügigen Raumzuschnitten, hohen Geschossdecken und der reichhaltigen Stuck-Ausstattung zu den begehrtesten Objekten.

Modernes trifft auf Altes

Viele der Gründerzeit-Fassaden wurden seither mit Reinacrylat-Fassadenfarbe, einer sogenannten „Hausfarbe“ saniert. Anfang der 1990er-Jahre schied die Reinacrylat-Dispersion beim Denkmalschutz zwar oft als „nicht authentisch“ aus. Allerdings setzte sich bald die Erkenntnis durch, dass die schützende Haut extrem diffusionsfähig, dabei aber zu 100 Prozent gasdicht gegen Schwefel- und Kohlendioxid ist und die Fassade wirksam gegen Schlagregen schützt.

Zum Langzeitschutz der Fassade trägt zudem die permanent wirkende innere Kapillar-Hydrophobierung der Beschichtung bei, die die Wasseraufnahme deutlich reduziert. Im Regenwasser gebundene Schmutzpartikel können sich so nicht dauerhaft ablagern und werden einfach weggespült. Die Fassade bleibt damit länger trocken und sauber. Gleichzeitig verringert die nanostrukturierte Oberfläche die Schmutzangriffspunkte und die Anschmutzneigung der Fassadenbeschichtung wird gebremst. Ein zusätzlicher Filmschutz wirkt gegebenenfalls vorbeugend gegen Moos und Algenbefall.

Für filigrane Strukturen

Ein weiterer Vorteil speziell für die reich verzierten Fassaden ist jedoch die extreme Feinstteiligkeit des Bindemittels. So werden auch filigrane Putzstrukturen und Stuckdetails nicht zugeschlämmt und behalten ihre Prägnanz. Im Folgenden stellen wir einige überzeugende Beispiele für stilistisch gelungene Sanierungen und Gestaltungen vor.

  • Kanalstraße 16 in Uhlenhorst (Ausführung: Malerbetrieb Martin Mayer GmbH, Hamburg): Die reich gegliederte Fassade aus dem Jahr 1899 wurde im Herbst 2013 saniert. Lose Teile des alten Dispersionsanstriches wurden vollständig entfernt, Haarrisse und Abplatzungen mit faserverstärkter Kunststoffdispersion saniert. Zwischen- und Schlussbeschichtung erfolgten mit einer Reinacrylat-Fassadenfarbe, ausgerüstet mit einem zusätzlichen vorbeugenden Filmschutz gegen Moos- und Algenbefall. Der Farbgestaltungsservice der CD-Color GmbH Co. KG, Herdecke, erarbeitete drei Vorschläge. Die Wahl fiel auf einen hellen Ockerton mit Absetzarbeiten in RAL 9010.
  • Löwenstraße 16 in Hoheluft (Ausführung: Malerbetrieb John Lewien GmbH, Hamburg): Auch bei dieser Fassade wurde der lose Dispersions-Altanstrich entfernt und Risse mit faserverstärkter Dispersionsfarbe egalisiert. Der Bewuchs mit Algen und Pilzen wurde mit einem fungiziden und algiziden Konzentrat entfernt. Zwischen- und Schlussanstrich erfolgten mit Reinacrylat-Fassadenfarbe, ausgerüstet mit einem zusätzlichen vorbeugenden Filmschutz gegen erneuten Moos- und Algenbefall. Der ziegelrote Farbton sorgt mit seinen extrem licht- und wetterbeständigen anorganischen Pigmenten und einem hohen Anteil an Bindemitteln neuester Generation für eine sehr hohe Farbbrillanz, die lange hält.
  • Hochallee 125 in Harvestehude (Ausführung: Fred Klenow Malereibetrieb GmbH, Hamburg): Auch dieses Objekt aus dem Jahr 1900 wurde mit Reinacrylat-Fassadenfarbe saniert. Hier besonders schön sehen: Auch die feinsten Strukturen der Schmuckornamente behalten mit dem Dünnschichter ihre Prägnanz.
  • Kielortallee 22–24 in Elmsbüttel (Ausführung: Zerck Malereibetrieb GmbH, Hamburg): Bei dieser Fassade musste sich eine Reinacrylat-Fassadenfarbe auf einem alten Elastikanstrich beweisen. Von besonderem Vorteil ist dabei die erhöhte Elastizität der Beschichtung, die sich fast stretchartig auf über 150 Prozent dehnen lässt. Dimensionsschwankungen des Untergrundes macht der Anstrichfilm so problemlos mit. Auch bei diesem Objekt wurde der Farbgestaltungsservice des Farbenherstellers in Anspruch genommen. Die Wahl fiel auf diese klassische Gestaltung in Beige- und Cremetönen.
  • Sachsentor 13 in Bergedorf (Ausführung: Malerei Peters GmbH Co. KG, Reinbeck): Bei dieser eleganten Fassade mit vielen barockisierenden Schmuckelementen musste zunächst der stark verwitterte Altanstrich fast komplett entfernt und Stellen mit Algen- und Pilzbefall mit einem algiziden und fungiziden Konzentrat saniert werden. Es folgten aufwendige Spachtelarbeiten mit einem Fassadenspachtel. Um ein gleichmäßiges Oberflächenbild zu erzielen, wurde der Grundanstrich vollflächig mit faserverstärkter Kunststoffdispersion – gemischt mit 50 Prozent Reinacrylat-Fassadenfarbe – ausgeführt. Zwischen- und Schlussbeschichtung erfolgten mit Reinacrylat-Fassadenfarbe.
  • Schanzenstraße 101–103 in St. Pauli (Ausführung: Fred Klenow Malereibetrieb GmbH, Hamburg): Ein schönes Beispiel für ein gründerzeitliches „Mehrparteienhaus“ mit reich gegliederter Fassade und vielen eleganten Loggien und Balkonen – vermutlich aus dem Jahr 1900. Auch hier mussten nach Entfernung des Altanstriches umfangreiche Spachtelarbeiten geleistet werden. Es folgten zwei Anstriche mit Reinacrylat-Fassadenfarbe in einem mittleren Beigeton mit Absetzarbeiten in Altweiß.

Dagmar Riefer, CD-Color


praxisplus

Bei den beschriebenen Gründerzeithäusern kam als Fassadenfarbe „Lucite Housepaint“ von CD-Color zum Einsatz. Im Jahr 2015 feiert die CD-Color GmbH Co. KG „25 Jahre Lucite-Innovationen“. 1990 hatte das Herdecker Unternehmen die europaweiten Marken- und Vertriebsrechte und gleichzeitig auch die Produktionsrechte für die Fassadensysteme Lucite und Imlar übernommen. Entwicklung, Sortimentsgestaltung, zertifizierte Produktion und der europaweite Vertrieb über den Farbenfachgroßhandel liegen seither in einer Hand. Heute steht Lucite bei Profi-Verarbeitern in ganz Europa für hohe Kompetenz bei den wasserbasierten Anstrichsystemen, gepaart mit hoher Wirtschaftlichkeit in der Verarbeitung und Vereinfachung der Arbeitsabläufe auf der Baustelle.

cd-color.de



 

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