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Fassadenfarben im Vergleich

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Fassadenfarben im Vergleich

Welche Fassadenfarbe ist wann die richtige? Wie unterscheiden sich die Systeme? Welche Vorzüge haben „Nano“-Farben?

Seit 2007 werden von vielen Herstellern so genannte „Nano“-Fassadenfarben angeboten. Gemeinsam haben diese Farben allenfalls die Bezeichnung „Nano“ und die Werbeaussage, dass sie die Fassaden länger sauber halten. Trotz der Namensähnlichkeiten stellen diese Fassadenfarben aber keine neue Produktgattung dar.

Alles beim Alten

Die angebotenen „Nano-Bindemittel“ zeichnen sich dadurch aus, dass kleine Siliziumdioxid-Partikel chemisch an die Bindemittelmatrix gebunden sind. Die eingesetzten SiO2-Partikel sind in der Regel kleiner als 30 Nanometer und dienen daher als Namensgeber. Durch die „Ummantelung“ des Bindemittels mit den harten SiO2-Partikeln entstehen sehr harte und extrem schmutzunempfindliche Bindemittelfilme. Die Schmutzunempfindlichkeit beruht darauf, dass diese Filme so gut wie keinen Oberflächenkleber aufweisen. Die extreme Härte dieser neuartigen Bindemittel birgt allerdings die große Gefahr von Rissbildungen im Anstrichfilm, so dass in der Regel eine Bindemittelkombination mit herkömmlichen Bindemitteltypen eingesetzt wird. Infrage kommen hier sowohl Siliconharzbindemittel als auch Dispersionsbindemittel in beliebigem Mischungsverhältnis. Da die Einsatzmenge des teuren „Nano-Bindemittels“ nirgendwo festgelegt ist und somit durch den jeweiligen Hersteller bestimmt wird, ergibt es sich, dass die angebotenen „Nano-Fassadenfarben“ mal mehr und mal weniger verschmutzen und ihre technischen Eigenschaften mal einer Siliconharz- und mal einer Dispersions-Fassadenfarbe gleichen.
Die VOB DIN 18 363 benennt unter Abs. 2.4.1 Beschichtungsstoffe für mineralische Untergründe. Hier wird deutlich, dass die unterschiedlichen Fassadenbeschichtungen nach der hauptsächlich enthaltenen Bindemittelart eingeteilt werden. Diese Einteilung ist insoweit auch nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass die wesentlichen Eigenschaften einer Fassadenbeschichtung vom eingesetzten Bindemittel abhängig sind. An dieser Einteilung ändert sich nichts durch das Aufkommen der „Nano-Bindemittel“, die in Siliconharz- ebenso wie in Dispersions-Fassadenfarben eingesetzt werden. Es bleibt also bei den drei Hauptgruppen Kunststoffdispersionsfarben, Siliconharzemulsionsfarben und Dispersions-Silikatfarben, die nach wie vor die in der Praxis am häufigsten eingesetzten Fassadenfarben sind. Die richtige Auswahl vorausgesetzt, kann mit ihnen fast jede Fassade beschichtet werden. Zu beachten ist allerdings, dass innerhalb der drei vorgenannten Gruppen noch weitere Feinunterteilungen vorgenommen werden müssen. So gibt es z.B. bei den Kunststoffdispersionsfarben Typen, die eine gute Wasserdampfdiffusionsfähigkeit besitzen; andere Typen, oft elastische, rissüberbrückende Systeme, weisen dagegen einen höheren Diffusionswiderstand auf. Bei den Siliconharzemulsionsfarben wiederum unterscheiden sich die unterschiedlichen Angebote sehr stark durch den Anteil des (teuren) Siliconharzbindemittels; eine Normung, die einen Mindestsiliconanteil vorschreibt, gibt es ebenfalls noch nicht.



 

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