• Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Über unsKontaktImpressumSitemapJobs
Home Fassadenfarben Grundlagen Klimawandel und Baudenkmal

Klimawandel und Baudenkmal

Schloss Linderhof gehört zu den herausragenden historischen Bauten in Bayern, was zahllose Besucher anzieht.

Das Problem: Linderhof liegt exponiert in fast 1.000 Metern Höhe, ist damit extremer Bewitterung ausgesetzt und muss auch noch die Folgen der Besucherströme verkraften. Beansprucht dies die Bausubstanz bereits heute erheblich, so wird die Situation künftig noch prekärer. Denn durch die Klimaverschiebung wird die Luft feuchter, die Niederschläge heftiger und die Wetterwechsel rasanter. Und dafür ist Schloss Linderhof schlicht nicht gemacht. Bauphysiker und Denkmalpfleger denken daher verstärkt darüber nach, wie man Baudenkmäler angesichts der Klimaprognosen langfristig erhalten kann. Das europäische Forschungsprojekt „Climate for Culture“ zielt in diese Richtung. 27 Partner aus 16 europäischen wie nordafrikanischen Ländern analysieren die Auswirkungen des Klimawandels auf ausgewählte UNESCO-Weltkulturstätten – darunter Schloss Schönbrunn in Wien, die Altstadt Wismars, Venedig, die Pyramiden im ägyptischen Saqqara. Vor allem soll das Projekt effektive Schutzstrategien entwickeln – und die bisherigen Erfahrungen neu bewerten. So wurde kürzlich bei einem Expertentreffen auf Schloss Linderhof erörtert, ob die Klimatisierung von Baudenkmälern, wie sie bei den schon immer mit großen Feuchteproblemen bedachten englischen Schlössern praktiziert wird, eine brauchbare Lösung darstellt.
Der Kern des EU-Projektes jedoch ist ein computergestütztes Simulationsverfahren, das Gebäude mit Klimamodellen koppelt und so detailliert berechnet, welche Folgen die veränderten Rahmenbedingungen für die Bausubstanz haben werden. Diese Simulation soll bis ins Jahr 2100 reichen und damit nachhaltig wirksame Präventionsmaßnahmen ermöglichen.
Der Klimawandel wird aber auch alle anderen Gebäude mit neuen Beanspruchungen konfrontieren. Besonders die Gebäudehüllen werden heftiger von Schlagregen, Stürmen, Gewittern oder Hagelschlag betroffen sein. Schon heute ist Hagelschlag in bestimmten süddeutschen Regionen ein ernstes Problem. In der Schweiz richten sich die Policen von Gebäudeversicherungen schon jetzt nach der Hagelresistenz der Fassadendämmung.
Die Rücktrocknung von Flächen und auch die Aufheizung durch intensivere UV- und IR-Strahlung werden künftig zu noch wichtigeren Faktoren bei der Wahl des Fassadensystems. Und wer langfristig investiert, denkt schon heute in diese Richtung.

 

Quelle: Malerblatt 02/2011, Foto: Fraunhofer-Institut für Bauphysik
 

App des Monats


Die App von Scheidel führt über die Untergrundeingabe oder Aufgabenstellung zum optimalen Produkt.

Weiterlesen...

Ihre Meinung

Datenskandal: Sollten Unternehmen ihre Facebook-Seite löschen?
 

Premiumpartner

Caparol Logo



Baustellen Handys

Partner



CD-Color Flex


Paul Jaeger
Jansen
Jansen



Caparol Icons

Newsletter

Der Malerblatt-Newsletter informiert Sie wöchentlich und kostenlos über Aktuelles aus der Branche.
Jetzt anmelden