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Vorbildliche Ausbildung


Die Agentur für Arbeit in Essen hat Unternehmen ausgezeichnet, die sich in der Berufsausbildung besonders engagieren.

Auch der Heinrich-Schmid-Standort in Essen gehörte zu den ausgezeichneten Betrieben. „Das Unternehmen ist ein Vorzeigebetrieb und gelebtes Vorbild. Wir würden uns freuen, wenn alle Betriebe so engagiert und vielfältig ausbilden“, betonte Andrea Demler, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Essen. Michael Kozak, Leiter der Lehrwerkstatt Heinrich Schmid in Essen und Ansprechpartner für die Auszubildenden in NRW, und Tanja Holtkamp, Ausbildungsbegleitung Standort Essen, nahmen zusammen mit fünf Auszubildenden das Zertifikat entgegen. Positiv hob Demler hervor, dass HS Essen auch vermeintlich schwächeren Schülern eine Chance gebe und die Unterstützungsangebote der Arbeitsagentur nutze. Tanja Holtkamp erläuterte: „Uns liegt die Entwicklung des Menschen am Herzen.“ Michael Kozak ergänzt: „Während der Ausbildung ist die Schule auch wichtig, bei Problemen helfen wir, etwa durch Angebote der Arbeitsagentur. Wir wollen unsere Auszubildenden, die für den Beruf brennen, bestmöglich unterstützen.“

Die Auszubildende Kiana Abram etwa berichtet, dass sie schon immer den Berufswunsch Maler und Lackierer hatte, dass sie aber auch heute noch bei ihren Bewerbungen viel Ablehnung aufgrund ihres Geschlechts erhalten hatte. Erst beim nun ausgezeichneten Unternehmen bekam sie die Chance, ihren Traum zu erreichen. Und der Auszubildende Mike Pilgrim berichtet, dass er von einem anderen Malerbetrieb zu Heinrich Schmid gewechselt hat: „Hier wird man bestens auf alles vorbereitet.“

Auch die Lieferanten unterstützen das Engagement von Heinrich Schmid, so stellt der Hersteller von Fassadendämmsystemen Gima aus Herrieden-Neunstetten, etwa Material für die Auszubildenden zur Verfügung. Zu den Besonderheiten am Standort Essen gehört die Lehrwerkstatt mit fünf Stellwänden zum Üben verschiedener Techniken und der Möglichkeit für den theoretischen Unterricht und einen großen Raum für Lackierarbeiten.

Als Ausbildungsbeauftragter macht Michael Kozak die Lehrlinge fit für die Prüfungen und den Alltag auf der Baustelle. Er simuliert die überbetrieblichen Lehrgänge (ÜBL), ebenso achtet er darauf, dass die Berichtshefte auf dem aktuellen Stand sind und gibt Nachhilfe, wo es nötig ist. Freitags hat er eine Gesprächsrunde eingeführt, wer mag kann über seine Erlebnisse der Woche berichten. Dieses freiwillige Angebot wird gut angenommen.

Dieser Einsatz macht sich bezahlt, Das Unternehmen zieht so seinen eigenen Nachwuchs heran und legt auch Wert auf permanente Fortbildung. Viele Lehrlinge nutzen etwa die Möglichkeit, nach der Gesellenprüfung mit einem dualen Studium an der eigenen Führungsakademie fortzufahren. Andrea Demler zieht das Resümee und appelliert: „Es lohnt sich, auszubilden. Die eigenen Azubis sind die besten Fachkräfte von morgen. Bilden Sie für die Zukunft aus.“

Bärbel Bosch
Malerblatt 06/2017


 

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