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Bei der Schimmelpilz-Sanierung bringt eine abschließende Feinreinigung die Garantie für den Erfolg.
Bei der Sanierung von Schimmelpilz befallener Innenräume kommt der anschließenden Feinreinigung eine besondere Bedeutung zu. Neben Ursachenbeseitigung, dem Abtöten und Entfernen von Schimmelpilz auf Oberflächen, dem Abriss von Baumaterialien, die nicht saniert werden können, ist die Feinreinigung für einen späteren nachweislichen Sanierungserfolg von äußerster Wichtigkeit. Sofern der Sanierungserfolg am Ende der Sanierung durch eine Luftkeim- oder Luftpartikelmessung abgesichert werden soll, wird bei nicht durchgeführter oder nicht ausreichend gründlicher Feinreinigung das gewünschte Ergebnis ausbleiben. Der Ärger für den Sanierer ist vorprogrammiert, denn eine Feinreinigung ist aufwändig und wenn sie nicht in der Kalkulation berücksichtigt wurde, bedeutet dies einen nachträglichen Arbeitsaufwand, der die Sanierungskosten deutlich erhöht.
Millionen Sporen
Jeder Sanierer muss sich bewusst machen, dass ein Gramm Staub mit Millionen von Schimmelpilzsporen belastet sein kann und ein Gramm Staub ist auf einer Baustelle nicht viel. Eine nicht erfolgte Feinreinigung bedeutet, dass Staub, der auf Fensterbänken, auf dem Boden, in Ecken oder nur auf dem Türrahmen liegt, sich durch normale Luftbewegungen in der Raumluft verteilt und somit später bei der Luftkeimmessung erfasst wird. Es ist daher unumgänglich, Oberflächen aller Art bis hin zu Fußbodenecken gründlich zu säubern. Und auch die in der Raumluft befindlichen Staubpartikel sollten weitestgehend entfernt werden. Das folgende Beispiel eines Sanierungsobjektes, das durch die Höninger GmbH, Putz & Farbe, Ertingen, betreut wurde, verdeutlicht dies: Feuchte und mit Schimmel belastete Zelluloseflocken einer Deckendämmung mussten entfernt und entsorgt werden. Eine Entsorgungsfirma war beauftragt, die belasteten Zelluloseflocken mittels Saugwagen abzusaugen und zu entsorgen. Des Weiteren sollten im Dachbereich alle Holzbalken sowie die Wände und auch der Fußboden mit H-Sauger gesäubert werden. Zum Abtöten der Schimmelpilzsporen wurden anschließend alle Oberflächen von der Firma Höninger mit dem Jati-Schimmelpilz-Entferner eingesprüht. Danach wurde die Raumluft mit dem Jati-Sporen-Vernichter vernebelt. Für diesen Vorgang wurden unterstützend Ventilatoren eingesetzt. Trotz des Aufwands ergab die anschließende Luftkeimmessung durch den TÜV Stuttgart eine hohe Raumluftbelastung mit kontaminiertem Feinstaub.
Woll- und Staubreste
Es stellte sich heraus, dass das Entsorgungsunternehmen, welches die Feinreinigung im Deckenbereich als Vorunternehmer auszuführen hatte, die von unten nicht sichtbaren Oberflächen der Querbalken gründlicher hätte vom Staub befreien müssen. Hier fanden sich später außerdem Woll- und Staubreste, die anfänglich auch noch durch Restfeuchte an den Holzoberflächen hafteten. Mit eintretender Trocknung wurden diese Zellulosestaubteile durch Zugluft wieder im ganzen Raum verteilt. Eine erneute Feinreinigung wurde zwingend notwendig! In der Folge wurden die Balken abgesaugt, gleichzeitig auch die Wände und der Boden erneut gesäubert. Danach wurde der Raum nochmals mit dem Jati-Sporen-Vernichter vernebelt.
Eine wiederholte Freimessung durch den TÜV ergab nun unauffällige Werte. (Auszugsweise aus dem Laborbericht: Die Gattungsbestimmung ergab keine Auffälligkeiten, sie lag unter den jahreszeitlich bedingt niedrigen Außenluftwerten. Die starke Belastung aus den Luftproben zuvor mit Penicillium spp. ist nicht mehr nachweisbar.) Der TÜV Stuttgart bestätigte mit der Abschlussanalyse die erfolgreiche Sanierung.
Fazit: Ohne Feinreinigung gibt es bei solchen Sanierungen keinen dauerhaften Sanierungserfolg!























